Schreiben – aber mit welchem Schreibprogramm?

Wer etwas schreiben möchte steht früher oder später vor dieser Frage: Mit welchem Schreibprogramm soll ich denn jetzt arbeiten? Dass es davon so viele gibt wie Sand am Meer wird einem bei einer kurzem Recherche schnell klar. Aber welches ist denn nun das Richtige für mich?

Bevor ich das (für mich) richtige Programm gefunden habe, habe ich viele ausprobiert. Einige davon möchte ich euch heute in diesem Beitrag vorstellen.

Microsoft Word

Word ist vermutlich eines der bekanntesten Schreibprogramme überhaupt. Es bringt eine sehr praktische Rechtschreibprüfung mit, die sogar die Grammatik überprüft. Allerdings sind mir bei der Korrektur schon öfter Grammatik-Fehler aufgefallen, die Word einfach mal so hingenommen hat. Trotzdem ist die Rechtschreibprüfung in Word mega praktisch und hilft gerade bei der Vermeidung von Flüchtigkeits- oder Tippfehlern. Übrigens: Ihr könnt das Wörterbuch natürlich jederzeit erweitern, falls Word mal ein Wort nicht kennen sollte.
Aktuell gibt es Word bereits für 44,90€*. Mit dabei sind auch noch weitere nützliche Programme wie MS Excel, dass man auch zum Erstellen der Figuren benutzen kann.

Ich benutze Word mittlerweile kaum mehr zum Schreiben, sondern für den Buchsatz. Selfpublisher-Seiten wie Amazon KDP oder Neobooks bieten kostenlose Vorlagen für den Buchsatz mit MS Word an.

Open Office Writer

Writer ist dem Programm Word sehr ähnlich. Allerdings ist es komplett kostenlos. Außerdem lassen sich mit Writer auch Dateien im .doc/.docx Format (Format von Word) öffnen und bearbeiten. Ich habe schon lange nicht mehr mit Open Office gearbeitet, allerdings habe ich mich nochmal extra für euch belesen.
Im Prinzip kann Writer das gleiche wie Word, allerdings ist Word deutlich schicker. Die Bedienung ist ähnlich.

Der große Vorteil von Writer ist der Preis. Hier könnt ihr es kostenlos downloaden.

Übrigens gibt es auch noch Libre Office, eine Abspaltung von Open Office. Es ist etwas schicker als Open Office und ebenfalls völlig kostenlos. Ihr findet es hier.

YWriter

Während die bis jetzt genannten Programme eigentlich nicht dafür gedacht sind, um damit Romane zu schreiben, ist YWriter genau dafür programmiert worden. Und zwar von einem Schriftsteller. Das dadurch für Autoren hilfreiche Funktionen dabei sind, ist ja wohl klar 😉
In YWriter besteht die Möglichkeit Figuren anzulegen. Ihr könnt sie beschreiben und sogar ein Bild einfügen. Das gleiche gilt für Schauplätze und Gegenstände. Außerdem könnt ihr sowohl Kapitel als auch Szenen extra schreiben. Dadurch habt ihr den Vorteil, die Szenen (oder Kapitel) später noch zu verrücken.
Für alle die ihre Wörter zählen hat dieses Programm einen weiteren Vorteil. Es zählt automatisiert die geschriebenen Wörter pro Tag.
Mit Hilfe des YWriters habe ich #DRMVA1 zum größten Teil geschrieben. Die einzigen Mankos an der Software sind die Optik und der Wechsel zwischen der deutschen und englischen Sprache. Auch wenn es das Programm auf deutsch gibt, sind manche Teile plötzlich wieder auf Englisch, was ich persönlich ziemlich nervig finde. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es hier keine Rechtschreibprüfung in Deutsch gibt.

Auch der YWriter ist komplett kostenlos. Hier könnt ihr ihn downloaden.

Google Docs

Falls ihr von mehreren Rechnern aus schreibt, zu faul für Backups seid oder mit mehreren Personen zusammen arbeiten wollt, kann ich euch Google Docs als Schreibprogramm ans Herz legen. Hier könnt ihr nicht nur direkt im Browser ohne etwas zu installieren an euren Dateien arbeiten, ihr könnt auch bestimmen, wer zusätzlich noch an eure Dateien ran darf. Ganz egal ob um zu kommentieren oder direkt an der Datei mitzuarbeiten.

Auch Google Docs ist kostenlos. Dadurch, dass eure Daten verschlüsselt auf den Servern von Google liegen, könnt ihr euch das Backup sparen und die Zeit fürs Schreiben nutzen. (Angst vor Google müsst ihr nicht haben. Eher vor Facebook und WhatsApp, denn im Gegensatz zu Facebook (WhatsApp gehört zu Facebook), gab es bei Google keine Skandale und sie halten sich auch an die DSGVO)

Papyrus Autor

Seit diesem Jahr habe ich dieses Schreibprogramm für mich entdeckt und was soll ich sagen? Ich bin verliebt! Das Programm tut genau das, was ich von ihm erwarte. Ich kann mit einem Klick zwischen Normseite, Buchseite usw. wechseln. Außerdem exportiert Papyrus mein Buch direkt in die verschiedenen Dateiformate für eBooks. Auch für den Buchsatz lässt sich Papyrus nutzen, auch wenn ich es noch nicht ausprobiert habe.
Auch hier gibt es eine Rechtschreibprüfung. Aber nicht nur das! Papyrus Autor bringt eine Stilprüfung mit, die wirklich, wirklich praktisch ist. Außerdem könnt ihr hier natürlich wieder Figuren anlegen. Dazu gibt es ein Denkbrett zum Plotten, einen Zeitstrahl und vieles, vieles mehr.

Auch wenn es Papyrus Autor nicht kostenlos gibt (bzw. nur als 30-Tage-Testversion), ist es mit Abstand das beste Schreibprogramm, dass mir je unter gekommen ist. Das von mir am häufigste genutzte Tool sind die Notizzettel, die ich mir direkt neben meine Seiten pinnen kann. Dort vermerke ich wichtige Dinge, die ich ansonsten auf Schmierzettel schreiben würde und vermutlich dann nicht finden würde, wenn ich sie brauche.

Hier könnt ihr Papyrus Autor downloaden.

Welches Schreibprogramm ist dein Favorit?

Natürlich weiß ich, dass es noch mehr Schreibprogramme da draußen gibt, wie Wordpad oder Scrivener. Allerdings habe ich diese nie großartig getestet und möchte mir daher kein Urteil über die Programme erlauben. Falls ihr allerdings Erfahrungsberichte habt, schreibt sie gerne in die Kommentare, ich nehme sie anschließend gerne in meine Liste auf!

Welches Schreibprogramm nutzt du und warum ist es dein Favorit?

Eure Christine

 

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