Die Tierärztin ist da! Von wegen Hurra, Hurra!

Wie beim letzten Mal erwähnt, möchte ich euch heute erzählen, wie es weiter ging, nachdem mich die Chefin zum Grasen auf die Wiese gestellt hatte. Sie sah nämlich immer wieder auf die Uhr und auf ihr Handy. Dann plötzlich nahm sie mich am Halfter und wir joggten nach vorne zum Boxenstall. Das fand ich schon komisch. Als wir am Hof ankamen sah ich es. Das Auto der Tierärztin.

Da die Chefin den Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatte, trottete ich ihr baff hinterher. Sie führte mich in einen der Ställe, wo die Stallbesitzerin gerade mit der Tierärztin plauderte. Das Pferd, das eben behandelt worden war, stand komplett weggetreten in seiner Box. Das gefiel mir ganz und gar nicht! Doch als erzogenes Vorzeigepony verhielt ich mich natürlich ruhig. Noch.

Es sollte noch etwas dauern…

Die Tierärztin war mit dem aktuellen Patienten noch nicht ganz fertig, darum sollten wir draußen warten. Einerseits fand ich das ganz gut. Andererseits ist es grausam nicht zu wissen wann es passiert. Vor allem, wenn man nicht mal weiß, was passieren wird! Hatte ich irgendwo eine Verletzung? Nein, ich konnte mich an keine erinnern. Hatte ich vielleicht eine Krankheit? Das Warten machte mich beinahe verrückt! Und die Chefin? Die hatte nichts besseres zu tun als sich mit einer Stallfreundin zu unterhalten. Über den Baby-Chef natürlich. Ab und zu schweifte das Gespräch weg vom Baby-Chef zu den Pferden. Und tatsächlich! Die Stallfreundin stellte die entscheidende Frage: „Was muss bei deiner denn gemacht werden?“ Gespannt sah die Stallfreundin zu meiner Chefin. Ich sah auch zu meiner Chefin. „Nix besonderes, nur die Impfung ist fällig“, erklärte die Chefin und die beiden wechselten das Thema.

Impfung?!

Nur? NUR?! Was heißt hier nur??!! Impfen bedeutet Spritze. Spritze bedeutet Pieksen. Von wegen NUR!! Ich tänzelte ein wenig herum und wieherte zweimal um Hilfe. Doch die Chefin zeigte nur wenig Verständnis. Jetzt bog auch noch die Stallbesitzerin um die Ecke. Mit meinem Pass in der Hand, den sie der Chefin in die Hand drückte. Keine 10 Minuten später kam die Tierärztin und bat uns nach vorne zu ihrem Auto. Mein Protestgewiehere wurde von allen einfach ignoriert und als Spinnerei abgetan. Und dann… dann passierte es. Ich wurde kurz abgehört und dann gepiekst. Abschließend wurde ich noch kurz gestreichelt.

Wenn ich ehrlich bin, war es eigentlich überhaupt nicht so schlimm. Schließlich habe ich später am Aktivstall ein paar Kekse zur Belohnung bekommen, bevor ich zurück zu meinen Stallkumpels durfte. Trotzdem. So ganz traue ich der Tierärztin nicht. Immerhin ist sie gleichzeitig meine Zahnärztin. Das versteht ihr doch, oder?

Beim nächsten Mal erzähle ich euch mit etwas Verspätung von meinem Pfingstfest.

Eure Dimmalimm

Die Tierärztin ist da! Von wegen Hurra, Hurra!

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.