„Na, am Anfang!“ werden jetzt vielleicht viele von euch sagen. Aber wo ist denn der genau? Das ist manchmal gar nicht so einfach! Denn nicht jeder Anfang, ist ein guter Anfang. Und mal ehrlich, würdet ihr ein Buch kaufen, bei dem euch die ersten Seiten schon zum Gähnen bringen?

Ich nicht. Und darum gibt es gerade für den Anfang viele wichtige und unwichtige Dinge, die man beachten sollte.

Der Anfang eines Buches muss interessant sein. Den Leser mitnehmen, besser mitreißen! Er muss dem Leser sagen: Ich bin das richtige Buch für dich!

Gleichzeitig darf der Anfang nicht zu verwirrend sein. Wenn innerhalb der ersten drei Sätze bereits 20 verschiedene Personen vorkommen, wird vermutlich jeder Leser sagen: „Okay, das tu ich mir nicht an“
Und das wollen wir ja nicht. Bücher sind zum Lesen da. Und nicht um das kürzere von 4 Tischbeinen zu stabilisieren.

Der Anfang ist also, wie ihr jetzt vermutlich verstanden habt, sehr wichtig. Euer Anfang muss überzeugen. Ein wirklich sehr, sehr häufiger Anfang, ist die Beschreibung des Wetters. In etwa so:

Ein lautes Donnerkrachen ließ Luise zusammen fahren, während ein Blitz über den Himmel zuckte. Der Regen klatschte gegen die Fensterscheibe, während Luise sich wieder ihrem Kaffee zu wandte.

Glückwunsch! Das Wetter ist interessanter als die Handlung! Dabei war das noch die „gute“ Variante von einem Wetteranfang. Es gibt auch Geschichten, bei denen der erste Satz sich so anhört:

Der Wind wirbelte einige bunte Blätter vor sich her. Die Sonne tauchte den Herbsttag in einen wunderschönen Goldton.

Total mitreißend, oder? Es muss nicht immer gleich in der ersten Zeile ein Mord passieren. Aber Handlung sollte schon drin vorkommen. Am besten interessante Handlung.

Marie quietschte auf. Irgendwas hatte gerade ihr Bein gestreift. Vorsichtig sah sie sich um. Da entdeckte sie Robin, den grau getigerten Stallkater. Seine grünen Augen blitzten auffordernd.

Spannender Einstieg, ganz ohne Mord 😉

Ihr merkt schon, den perfekten ersten Satz zu schreiben ist gar nicht so einfach. Gerade am Anfang, weiß man vielleicht noch nicht, mit was man den Leser am besten fesseln könnte. Darum ist es auch nicht so schlimm, wenn ihr einfach anfängt und den ersten Satz notfalls einfach editiert. Dank modernen Textverarbeitungsprogrammen ist das nämlich überhaupt kein Problem.

Stresst euch also nicht wegen Dingen, die ihr mit wenigen Klicks jederzeit wieder ändern könnt! Denn manchmal fängt man eben nicht mit dem ersten, sondern mit dem zweiten Satz an.

Eure Christine

Anfangen, aber wie?

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.